Sing A Song: LAUT STARK für Kultur

64 "Artists For Europe" engagieren sich mit "Sing A Song"  "LAUT STARK - für Kultur".  So wie 22 weitere Acts auf der Aktions-CD,  ab 27.11. Wir starten im Ländle. Hört &  helft. www.lautstarkfuerkultur.com 

Wenn Menschen im Lockdown nicht mehr zu Konzerten können, dann muss die Musik eben zu den Menschen: “LAUT STARK für Kultur”, ein Sampler - ganz oldscool auf CD - enthält 80 Minuten Musik aus der pulsierenden Kreativregion vor Stuttgarts Toren - von deutschem Pop bis schwäbischem Rock, von virtuosem Jazz bis knallhartem Punk, von modernem Popschlager bis HipHop auf französisch. Ein Album, das zum lustvollen Wandeln quer durch den lokalen musikalischen Gemüsegarten lädt. Eine stilistisch breitgefächerte Compilation, die für jeden etwas bietet. Doch bei aller Verschiedenheit sind zwei Dinge immer gegeben: ein hoher Unterhaltungswert und der Qualitäts-Anspruch lokaler Acts sich durchaus global durchzusetzen. So kärchern bei dem in Winnenden produzierten Album 23 exzellente Songs die Gehörgänge - mal laut mal leise aber immer eines: kraftvoll kreativ.
Eröffnet wird er von einem bewegenden Mottosong: “Sing A Song” von Artists For Europe. Geschrieben von Isaac Roosevelt und dem Produzenten Jürgen Schulz, eingespielt von der Band Dynamik Funk. Der ehemalige “Voice Of Germany”- Abräumer, in der Region durch mehr als einem halben Dutzend spektakulärer Live-Auftritte bekannt, hat es mit seiner Antwort auf “We Are the Word” im Lockdown geschafft, mehr als 64 Solo-Sänger*Innen zum Singen zu bringen - für eine Ballade, die an den Zusammenhalt der Menschen in schwieriger Zeit appelliert. Dieser Mottosong von “LAUT STARK für Kultur” ist auch der des Winnender Vereins “Artists for Europe” - mit keinem geringeren als Landesschau-Moderator Jürgen Hörig als prominentester Sänger und Supporter, der mit “Helpless” auch einen eigenen Song dazu gestert hat.
Doch es gibt auch sonst viel Sinnhaftes auf die Ohren in diesem Sampler: von Deutschlands Punklegenden NoRMAhl, deren “Trümmertango” aus den 90ern so gut in diese verrückte Zeit passt, wie ein Mundschutz zur Pandemie, bis zur blutjungen Pop-Aufsteigerin Jiska, die mit “Mothers House” gerade bundesweit für Aufsehen sorgt; von den unbeschrittenen Live-Königen Wendrsonn mit Teufelsgeiger Klaus Marquardt (“Geile Zeit”) bis zur besten JB Band mit dem in Backnang lebenden kanadischen “Voice”- Finalisten Johnny Akehurst, dessen stimmstarker Appell “Let love Shine” Mut macht. Von der eher feinsinnigen Pop-Poesie eines ZAM Helga (“Kein Mensch ist eine Insel”), seines mehr alternativ rockenden Gegenstücks Grauer Mann Tanzt (“Mitten im Nirgendwo”), über das sensible Liedermaching einer Debbie Kammerer (“Kampf”) bis hin zum perfekt produzierten Hiphop Marke MC Bruddaal (“Dahanna”, witzig-schwäbisch) und BLADES (“As tu vu la note”, elegant- französisch). Virtuos und lässig-jazzig geben sich Klaus-Dieter Meyer mit seiner Bigband auf ihrem Gartenschauhit “Zieh die Schuh aus”, und September, die legendäre Fusionspezialisten aus Weinstadt (“Summerbreeze”), charmant-jugendlich aber nicht minder talentiert dagegen präsentieren sich die blutjungen Popschlager-Prinzessinnen ALENA (“Heißluftballon”) sowie Jazmine (“Gemeinsam einsam”) während Cliff House (“1965”) und Gitarrenlegende Mick Scheuerle (“Dance When you hear me”) auf handgemachten Rock mit Folk-Anklängen schwören. Inspirierenden Alternativ Rock, der sich an keine schicken Trends anbiedert, liefern sowohl die jungen Taken For None (“Mr.NoOne”) als auch die bereits seit 20 Jahren existierenden Rockfünfer Charmin Carmin (“Remember to forget”) während zwei besondere Acts stilistisch nur schwer einzuordnen sind: Raum13, neugegründetes Kraftrock-Quintett besticht auf (“Give it up”) durch die außergewöhnlich durchdringende Soulrockstimme ihrer aus Neuseeland stammenden Frontfrau, während LATE sich für ihre zurückgelehntes Epos (“Casa Vacia”) den griechischstämmigen Taki Chatzis vors Mikro holte, der sonst bei der bekannten Latinoband Abraxas singt.
Last not least dürfen auch diejenigen nicht unerwählt bleiben, die - wenn es um einen Sampler im Ländle geht - dabei sein müssen: Die Fraktion der Schwabenrocker: Brozzo zeigen sich auf (“Mir Schwoba”) betont derb-rockend während es Waschbretts eher subtileren Klangphilosophie gebührt, den Abschluss zu liefern: (“Solang mr g´sond sen”). Für alle Nichtschwaben: “Solange wir gesund sind”
Nicht weniger als 5 (!) Euro aus jedem verkauften Exemplar fließen zurück an diejenigen welche es am dringendsten brauchen im Land: Die Acts - Musiker, Sänger, Bands. Machbar, weil 7us, das Label im Kreis, auf viele Administrationskosten verzichtet, der Vertrieb direkt gemacht wird und nicht zuletzt, weil die Kreissparkasse mit einem Sponsoring unterstützt. Ganz nach dem Motto: “Es gibt nichts gutes, außer man tut es”.

 

Sing a Song-Screenshot - Facebook - Artists for Europe