Empires Of Eden at Rockingboy.de 9/10
Der australische Gitarrist Stu Marshall (Ex Dungeon) ist Initiator des Power Metal Projektes EMPIRES OF EDEN. Bereits auf dem Debütalbum „Songs of War and Venegance“ scharrte er eine breite Masse von australischen als auch internationalen Künstlern um sich. Nun ist Stu also mit seinem zweiten EMPIRES OF EDEN Album „Reborn in Fire“ zurück und hat dieses Mal wieder ein paar illustre Mitstreiter an der Gesangesfront dabei. Das wäre unter anderem Zak Stevens (Savatage), Mike Vescera (Loudness), Steve Grimmett (Onlaught), Carlos Zema (outworld) und Sean Peck (Cage). Ihr merkt schon hier sind Hochkaräter am Werk und man darf gespannt sein ob das gute Ergebnis was mit dem Debüt erzielt wurde gehalten, oder auch übertroffen werden kann.
Stu Marshall übernimmt natürlich alle Gitarrenparts auf dem Album. Das Schlagzeug bevölkert ein gewisser Jasix. Wer allerdings die Bassspuren einspielte erschließt sich mir leider, auch nach genauerem Studium des Booklets, nicht. Genug der Vorrede, werfen wir uns gleich ins musikalische und soviel sei schon mal verraten hochklassige Getümmel.
Die wilde Fahrt beginnt mit „Of Light and Shadows“. Gesungen wird das Ganze von Mike Vescera. Mit einem gewaltigen Scream und einen wilden Gitarrensolo eröffnet der Song. Schnell und riffsicher werden die Melodien nur so um die Ecke gefeuert bis sie sich in einem super Chorus entladen. Eine schnelle, treibende Nummer die gleich zum Anfang klar macht wo der Hase lang läuft. Die Stimme von Mike passt hier gut rein. Stu’s Gitarrenarbeit ist nicht von schlechten Eltern, meiner lieber Mann der hat was drauf und das zeigt er gleich beim Eröffnungstrack, was kommt da noch?
„Enter the Storm“, mit Louie Gorgievski am Mikro folgt nun. Hier geht es zwar ähnlich schnell, aber ein wenig melodiöser als beim Vorgänger zu Werke. Der ausdrucksstarke Gesang passt hier perfekt. Die Strophen sind ein wenig langsamer, schleppender, bevor beim klasse Chorus ein wenig mehr aufs Gaspedal getreten wird. Eine richtig gute Nummer! 1. Highlight und das als 2. Track. Respekt Stu! Jetzt werte Leser folgt mit „Total Devastation“ ein richtiger Brecher. Gesanglich veredelt wird es durch niemand geringeren als Sean Peck. Mit einem kleinen gesprochenen Intro welches auf die Voraussage der Maja (ihr wisst schon 2012) hinweist, startet der Track, bevor Sean Pack zum ersten Mal sein gewaltiges Organ erschallen lässt. Schön aggressiv und kraftvoll treibt er die Strophen quasi selbst voran bis das Ganze im Chorus mündet. Dazu kommen noch die knackigen Riffs und die treibenden Drums und fertig ist ein richtige Power Metal Brett, welches jeden Metaller die Freude ins Gesicht treiben wird. Highlight Nummer 2! Auf den nachfolgenden Song „Prognatus ut obscurum“ mit Zak Stevens hatte ich mich wirklich gefreut. Aber irgendwie will die Nummer, aufgrund der vorherigen Brecher nicht wirklich bei mir zünden. Schlecht ist der Track aber bei weitem nicht. Sehr abwechslungsreich und kraftvoll wird hier gerockt und geshreddert. Zak Stevens Gesang passt auch perfekt zur Machart des Songs. Aber irgendwie habe ich mir hiervon mehr erhofft.
Gehen wir also weiter zum Titeltrack „Reborn in Fire“ dem 5. Stück der Platte. Gesungen von Chris Ninni und Mike Zoias die mir leider vollkommen unbekannt sind. Ihre Sache machen sie aber gut. Mit ihrem gefühlvollen, ausdruckstarken Gesang veredeln sie diese langsam Midtempo Nummer und bringen genau das richtige Gefühl hierfür mit und bringen den Song genau richtig rüber.
Ein richtig bekanntes Gesicht, verbirgt sich gesanglich hinter dem folgenden „Beyond Daybreak“. Steve Grimmet ist hier für die Vocals zuständig. Und der gute Steve ist richtig gut bei Stimme. Gekonnt und kraftvoll führt er durch den Song und läuft beim Chorus richtig zur Hochform auf. Instrumental macht die Nummer auch keine Gefangenen. Knallende Riffs, abwechslungsreiche Strophen, treibende Drums. Alles da was man braucht. Klasse Nummer!
Zum Abschluss der Platte erwartet uns mit „Rising“ ein progressiver wie kraftvoller Song der mit einem feinen Chorus aufwarten kann und von Carlos Zema würdig besungen wird. Gut gemachte Kost, die nochmal alles aus dem geneigten Power Metaller herausholt.
Anspieltipps:
Ganz hervorstechen tun hier die Nummer „Enter the Storm“, „Total devastation“, „Rebon in Fire“ und „Beyond Daybreak“.
Fazit :
Dieses Projekt und diese Platte hatte ich wahrhaftig nicht auf meinem Zettel. Die ersten Takte von „Reborn in Fire“ machten aber sofort klar das uns hier etwas richtig Großes erwartet. Stu Marshall hat eine richtig starke Gesangstruppe um sich versammelt, die seinen Songs den richtigen Stempel aufdrücken und perfekt dazu passen. Zusätzlich kommt hier noch einen druckvolle Produktion, die das Ganze noch mehr veredelt. Auch an der Instrumentenfront brennt nichts an. Zwar sind auch ein, zwei schwächere Songs dabei, aber das ist bei der ansonsten sehr hohen Hitdichte zu verschmerzen.
Ein klasse Projekt mit klassen Songs! Bitte mehr davon!
Wertung: 9 von 10
Source: Rockingboy.de